Endlich, die fünf (5) Wochen und länger Rumänienradtour beginnt. Heute! Mit dem Zug geht es nach Wien. Von dort aus am Dienstag Abend weiter nach Arad in Rumänien. Wollen wir hoffen, das alles klappt und ich von keinem Hund gebissen werde.
Nein!
Auto vs. Rad: Stern.de hat zusammengetragen was in der Straßenverkehrsordnung bezüglich Rad wirklich steht.
Es spricht einiges für sich das zu wissen.
Die Radtour führte Andreas, Fabian und mich von Eberbach im Odenwald entlang der Enz, der Nahgold und der Neckar nach Stuttgart. Insgesamt schliefen wir auf drei verschieden Campingplätzen. Der erste Tag begann milde mit ca. 60 Kilometern, ca. 80 waren es am zweiten Tag. Der dritte Tag, an dem es fast die ganze Zeit über regnete, schlug mit ca. 90 km zu Buche und der letzte Tag mit strapaziösen 133 Kilometern auf dem Fahrradsattel. Eberbach war gleichzeitig Anfangs- und Endpunkt der Tour. Von hier aus ging es mit der Bahn durch den Odenwald zwei Stunden zurück nach Frankfurt. Dank dem Semesterticket, ohne zusätzliche Kosten für Andreas und mich. Fabian musste 10€ für die Fahrt zahlen.
Das neue Zeit (Tatonka Alaska 3) ließ sich ausreichend schnell aufbauen und bot viel Platz. Mein Micra werde ich dafür aber nicht eintauschen.
Ich hatte mir vorher extra einen Tacho gekauft (Sigma BC 1009 STS) der auch anstandslos seinen Dienst versah. Daher kann ich hier mal meine Werte angeben.
Durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,72 Km/h
Maximal Geschwindigkeit: 59,56 Km/h
Gesamtfahrzeit: 20h:38m
Gesamtkilometer: 386 Km
Fazit: Die Tour war gut und ausreichend warm, leider etwas zu früh da ein paar Campingplätze erst am 1. April öffnen und wir daher bei einem nicht unter kamen. Außerdem ist der Rasen der Campingplätze noch nicht so toll. Auf dem ersten hatte er diese Bezeichnung auch nicht verdient da es sich dort um eine durchgängige Moosschicht handelte. Die Zelt, zumindest meins, wurden daher etwas dreckiger als sonst gewohnt.
Ich glaubs kaum aber ich plane tatsächlich meine erste Soloradtour. Das soll ja die Erfüllung für Radfahrer sein. Na ich werds halt mal ausprobieren müssen um das herauszufinden. Das planen der Strecke ist schon mal überhaupt nicht einfach. Wo fährt man hin? Was will man sehen? Wo kommt man unter? Das Internet hilft aber selbst Google kennt nicht alle Campingplätze. Die paar Campingplätze die man findet sind dann auch noch Kieswerke oder nur Stellplätze für Wohnmobile unter Brücken. Hat man dann mal einen Platz gefunden der passt scheint die Webseite der Campingplatzbetreiber entweder selbst gebastelt zu sein (in den 90ern) oder funktioniert teilweise nicht richtig. Das ist nicht gerade professionell und die fehlenden Informationen sind sogar ärgerlich. Mein Onkel und meine Tante haben das mit ihrem Campingplatz am Dreetzsee und ihrer Webseite aber begriffen. Demnächst stehte dort ein professioneller Relaunsch der Webseite an. Viele Camper kommen dort nur noch ausschließlich über das Internet an die Infos vom Platz. Eine gute Webseite ist daher immer von Vorteil.
Jetzt aber zum Wesentlichen, der Strecke.
1. Tag: Frankfurt über Höchst an dem Main, dann am Main entlang nach Mainz. Von Mainz aus Richtung Süden immer am Rhein entlang bis Leeheim. Dort gibt es einen Campingplatz am Riedsee.
2. Tag: Von Leeheim nach Erfelden, dann über die Brücke auf einen Rundkurs über den Kühkopf und weiter über eine andere Brücke nach Stockstadt. Von dort aus wieder irgendwie an den Rhein und weiter daran entlang Richtung Süden am KKW Biblis vorbei nach Worms. In Worms schaue ich mir kurz die Stadt an bevor ich dann weiter über Lampertheim,Hüttenfeld und Hemsbach fahren. In Hemsbach gibt es den Campingplatz am Wiesensee.
3. Tag: Von Hemsbach aus auf dem Radweg der Bergstraße in Richtung Darmstadt und über den Stadtwald/Flughafen nach Frankfurt.
Pi mal Daumen werde ich wohl pro Tag so um die 80 Kilometer zurück legen. Wir schauen mal was bei herauskommt.
An der Scheibenbremse meines Fahrrades war schon länger die Schraube, welche die Bremsklötzer hält, rund. Ich habe bei einem Abbauversuch letztes Jahr etwas zu wenig Sorgfalt walten lassen. Dadurch ließ sie sich nun nicht mehr hinaus drehen. Bisher benötigte ich noch keinen Wechsel. Da jetzt aber bald (dises Wochenende) die Radtouren losgehen, schadet es nicht das auch nochmal im Ordnung zu bringen. Beim Radladen hier bei mir um die Ecke, stieß ich schnell auf fähige Hilfe. Nach einiger Recherche bestellten wir eine Schraube einer Schimanoscheibenbremse als Ersatzteil. Erstmal nur eine, falls sie nicht passt. Die Neue ist aus Stahl, nicht aus Aluminium wie die Alte. Heute war ich da und hab Sie gekauft und eingebaut. Allerdings erstmal am Vorderrad. Dort ließ sich die alte Schraube entfernen und die Neue einwandfrei einsetzen. Damit wäre das erledigt und ich konnte eine Zweite bestellen. Nur wie bekomme ich die alte, runde Schraube ausgebaut? Der Händler versprach mir weiter zu helfen. Einfacher gesagt als getan. Er fräste einen Schlitz in den verbliebenen Schraubenkopf und konnte dann mit einem Schlitzschraubendreher ansetzen. Das ging zwar aber drehen ließ sich die Schraube immer noch nicht. Auch nicht mit WD-40. (Vorsicht, nicht an die Bremsklötzer kommen lassen.) Erst als zufällig ein alter Bekannter von ihm vorbei kam und sich die Sache mit ansah, konnte meiner Scheibenbremse weiter geholfen werden. Mit einem kleinen Dorn und einem Hammer, konnte dieser tatsächlich einen Ansatzpunkt an dem Schraubenkopf finden und sie die entscheidenden Millimeter bewegen. Ich konnte derweil nur untätig herumstehen und Angst um mein Rad haben. Innerlich kalkulierte ich schon durch wie teuer mich eine neue Scheibenbremse fürs Hinterrad kommen würde. Erleichternd als sie sie dann doch löste. Sofort wurde sie gegen die neu Schraube aus Stahl ausgetauscht. Die mit viel Schmierfett und dem Spruch: "Wer gut schmiert, der gut fährt!" eingesetzt wurde. Ich war glücklich. Zu einem Schnäppchenpreis von "5€ für die Kaffeekasse" was das Problem aus der Welt geschafft.
Nebenbei durfte ich auch noch einen Rennradrahmen aus Titan für ca. 1800€ anschauen. Wow, die Schweißnähte meines Alurahmens sind dagegen Kinderkram. Der war erstklassig verarbeitet.
Ich habe fast die gesamte Zeit über mit meinem Holux M-241 GPS-Logger die Strecke aufgezeichnet auf der wir durch die Slowakei geradelt sind. Manchmal ist auch Bahnstrecke oder Gondelstrecke dabei, es sei mir verziehen. Was man trotzdem ganz gut erkennen kann ist die Strecke die wir zurück gelegt haben und wie sie von der geplanten Strecke abweicht.
geloggte Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ehgrdjeucwgnrjag
geplante Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=euczakxmqxbukojz
Der Unterschied im letzten Teilabschnitt kommt daher, das wir keine Lust hatten nach zwei Tagen Regenwetter am dritten Tag rund 100 km mit dem Rad zu fahren. Wir fuhren also mit der Bahn das Stück von Dedinky nach Kosice. Das war eine gute Entscheidung, da es dort richtig sonnig war und auch blieb. Auch waren wir gezwungen umzuplanen, da die Campingplatz bei Pohorelá-Pohorelská Maša schon seit ein paar Jahren geschlossen war. Man konnte trotzdem noch drauf campen wenn man sich Wasser von den Anwohnern besorgte wie wir es taten. Die hatten auch schon die Wiese gemäht um Heu drauf zu machen. Also verlasst euch lieber nicht zu sehr auf die aktuellen Campingkarten, einige Plätze gibt es schon lange nicht mehr.
Mein Urlaub in der Slowakei fand ein erfolgreiches Ende. Ich bin gut wieder zu Hause angekommen nach 23h Bahnfahrt von Kosice aus.
Zwei Wochen lang Rad fahren, zelten und ein anderes Land erkunden, das hat schon Spaß gemacht. Im Nachhinein empfinde ich den Urlaub auch als etwas zu kurz. Nunja...die Arbeit rief und ich hatte eh schon wegen der Hochzeit von Tobias und Petra Minusstunden aufgebaut.
Ich werden wohl in Abschnitten berichten was so los war. Auf jeden Fall gilt mein Dank schon mal Andreas und Magda die mich zwei Wochen lang mitgenommen haben. ![]()
Es ist ja schon lange in Planung aber richtig was drüber geschieben habe ich nicht. Andreas, Magda und ich fahren diesen Samstag los in die Slowakei um dort zwei Wochen lang Rad zu fahren. Mit dem Wochenendticket gehts nach Tschechien und dann mit der Tschechischen Bahn in der Nacht bis an die Grenze zur Slowakei. Dort beginnt die Radtour die für mich schätzungsweise am 7. oder 8. August 2009 mit einer 24 stündigen Bahnfahrt von Košice nach Frankfurt zurück endet. Andreas und Magda fahren noch zwei Wochen länger durch Polen. Dafür habe ich aber keinen Urlaub abzweigen können. Zumal ich dieses Jahr aufgrund meines Studiums nur 20 Tage habe. Ich freu mich drauf und bin schon fleißig am Sachen packen für diese Geschichte. Das wird meine erste große Radtour.
Hier mal die Strecke die Andreas geplant hat: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=euczakxmqxbukojz
Und der QR-Code dafür:

Die obligatorischen Bilder vom bepackten Rad dürfen natürlich nicht fehlen.
Die Schwalbe Marathon Extreme sind schon tolle Reifen. Die Glassplitter auf meinem Weg zur Arbeit interessieren sie kein Stück und auch Abnutzungserscheinungen nach rund 400 Kilometern sind noch keine zu sehen. Sie fahren auf Asphalt einwandfrei und werden maximal bei Geschwindigkeiten über 30 km/h etwas lauter. Das stört aber wiederum nicht da der Fahrtwind lauter ist. Empfehlenswert!
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