Wednesday, August 15. 2012
Neulich war ich mit der Bahn auf dem Rückweg vom Besuch bei meinen Eltern. Da dort auch eine Hochzeit stattfand und demnächst hier bei mir eine Hochzeit stattfindet hatte ich meinen Anzug dabei. Leider vergaß ich ihn in Frankfurt im ICE beim Aussteigen und bemerkte es erst fünf S-Bahnstationen weiter. Es war auch schon halb eins in der Früh und keine Hotline der Bahn mehr besetzt. Ich vertagte die ganze Sache und ging ins Bett. Am nächsten Tag gab ich Online eine Verlustanzeige bei der Bahn auf, rief bei der teuren 0900er Nummer dafür an. Die Nummer funktionierte nicht, mein Telefonanbieter will sie mich offenbar nicht wählen lassen. Jedenfalls sagte mir das das Logfile der Fritzbox. Nagut 59ct/Minute gespart. Also fuhr ich zum Frankfurter Hauptbahnhof und fragte dort im Fundbüro nach. Kein Anzug wude gefunden. Man gab mir aber die Telefonnummer des Fundbüros aus Wiesbaden da der Zug dorthin fuhr, Endhaltestelle. Ich rief dort an und wurde freundlich bedient. Der Anzug ist in Wiesbaden und ich könne mir ihn sofort abholen. Knapp eine halbe Stunde später hatte ich dann überglücklich meinen Anzug wieder. Nächstes mal passe ich hoffentlich besser drauf auf.
Monday, September 5. 2011
Freitag 06.08.2010 07:41 Uhr MESZ, 08:41 Uhr OESZ
Gesten war ein guter Gammeltag: lesen, essen, Kaffee und Bier trinken, erzählen, ausruhen. Super! Unsere Wäsche konnten wir in einer Waschmaschine vom Campingplatz waschen. Sie war gerade wieder trocken als es wiedereinmal anfing zu regnen. In der Bar des Platzes konnten wir Billard spielen und etwas essen bis der Regen fertig war.
Dann besuchten wir mit Tom und Ramona einen alten (91 Jahre) Rumänen und ließen uns erklären wie man ?uic? herstellt.
Aus 40 Tonnen Pflaumen stellt die Familie 8000 Liter Schnaps her, für den Eigenverbrauch. Auch das restliche Leben des Mannes und seines Hofes, gabe einen interessanten Einblick.
Natürlich mussten wir zur Begrüßung ordentlich ?uic? trinken. Fünf Kleine für die Männer, 3 Kleine für die Frauen. War lecker. Auch danach ging der Abend noch etwas weiter.
Sunday, September 4. 2011
Donnerstag 05.08.2010 07:17 Uhr MESZ, 08:17 Uhr OESZ
Es hat gestern gegen Mittag tatsächlich aufgehört zu regnen. Wir waren dann erstmal einkaufen und haben eine Kleinigkeit zu Mittag gegessen. Dann haben wir es noch in die Post geschafft und Briefmarken gekauft. Ich konnte meine ersten fünf Postkarten versenden.
Dann ging es los Richtung Curtea de Arge?. Die ersten Kilometer waren stark befahren, dann wurde es besser. Leider kam ein Hügel nach dem Nächsten und ich spürte meine Beine sehr deutlich. Wie eine Schnecke kroch ich die Berge hinauf. Dabei wurde ich fast von einem entgegenkommenden Dacia erfasst, welcher einen LKW überholte. Ich wich auf den Straßenrand aus.
In einer kurzen Pause hielt ein A6 mit belgischen Kennzeichen vor mir. Heraus sprang ein Mann mit Glatze und bot mir an unsere Räder zu einem Campingplatz zurückzufahren, denn in Curtea de Arge? gibt es keinen Campingplatz (unsere eigentliches Ziel) mehr. Er hatte Magda sich am Berg einen abstrampeln gesehen (er sagte "dying" im Englischen) und Mitleid bekommen. Spontan hat er dann beschlossen uns seine Hilfe anzubieten. Ich schickte ihn erstmal vor zu Andreas. Wir nahmen sein Angebot an und fuhren zurück zum Campingplatz (an dem wir an diesen Tag schon mal vorbeigekommen waren).
Der Campingplatz ist zwar auf keiner Campingkarte verzeichnet, liegt in der Nähe von Tigreni, aber echt eine Empfehlung wert. Saubere funktionierende Duschen und Toiletten sind etwas herrliches.
Später am Abend zeigte uns der Belgier Tom und seine rumänische Frau Ramona noch Fotos von seinem ganz persönlichen Hilfprojekt. In der Nähe (in Tigreni) gibt es ein Heim für behinderte Kinder welches er mit Sachspenden unterstützt. Er kaufte Betten und Schuhe für die Kinder und engagierte sich sehr für sie. Wir unterhielten uns noch bis spät in die Nacht mit ihnen.
Achja, ich habe meinen Tacho verbummelt. Trotz intensiver Suche ist er bisher nicht aufgetaucht. Na wenigstens ist heute ein Pausentag.
Saturday, September 3. 2011
Mittwoch 04.08.2010 10:28 Uhr MESZ, 11:28 Uhr OESZ
Es regnet immer noch. Habe mittlerweile mein zweites Omelett und einen Kakao bestellt. Das Stella Artois Bier schmeckt gut, ist aber auch schon leer.
Es ist so dunkel draußen, dass wir Mühe haben draußen die Räder zu sehen.
Friday, September 2. 2011
Mittwoch 04.08.2010 08:46 Uhr MESZ, 09:46 Uhr OESZ Tageskilometer: 4,45
Es regnet wieder. Wir haben den Campingplatz Richtung Stadt verlassen, nicht ohne das ich nochmal die abartige Toilette benutzen musste. Gut, dass man stehen konnte, es schnell ging und es dunkel (Lampe kaputt) war. :ekel:
Duschen ging gestern auch nicht wirklich, der Lappen musste wieder her herhalten. Eine gute Investition! Es gab eine Dusche für die Männer und wohl eine für die Frauen. Die bei den Männer tröpfelte nur so vor sich hin. Und wenn dann noch jemand parallel einen Wasserhahn öffnete (Frau oder Mann), kam gar kein Wasser mehr.
Sitzen jetzt mal wieder im "Caffe" und warten den Regen ab.
Saturday, August 27. 2011
Dienstag 03.08.2010 21:42 MESZ 22:42 OESZ Tageskilometer: 86,35
Heute Vormittag waren wir in einer Tropfsteinhöhle (beim Baia de Fier), die nichts für Leute mit Rückenleiden ist. Man konnte einmal 640m durch den Berg gehen. Sie war mit Führung und wir wurden regelrecht hindurch gescheucht. Danach gabs erst mal Frühstück: Spiegelei und Pommes.
Dann weiter auf der Hauptstraße (Nebenstraße hatte uns zu viele starke Steigungen) bis Hoerzu. Dort hielt ich an, da ich Andreas nicht getroffen hatte und Magda weit hinter mir war. Als ich gerade dabei war eine SMS an die beiden zu senden, kamen Sie die Straße entlang gefahren. Puh! schweißabwisch Ich hatte Andreas offensichtlich übersehen als er am Straßenrand wartete. Nach einem Mittagessen aus dem Supermarkt (Kirscheis, Brot & Erdnussbutter+Tomate und Fanta >> genau in der Reihenfolge) ging es dann weiter bis Râmnicu Vâlcea (RV).
Unterwegs, Andreas fuhr vor, wartete ich auf Magda und traf auf "Singurt". Da er nur Rumänisch und ich keins konnte, reichte es nur zum Austausch des Namens.
In RV fragte Magda dann eine Passantin nach dem Weg zum Campingplatz. Diese, des Englischen nicht mächtig, ging in die Pizzeria um die Ecke und holte uns einen sehr hilfsbereiten Rumänen heraus. Da er fürchtete, dass wir den Weg nicht finden, fuhr er im Auto mit mir zum Campingplatz und zeigte mir so den Weg. Wirklich sehr hilfsbereit.
Der Platz ist sehr groß aber die Duschen/Toiletten eine Katastrophe unter aller Sau. Morgen gehts ja weiter!
[Nachtrag 2.Sept.2011]
Magda hat Salat zum Abendbrot zubereitet und meine schmerzenden Schulterblätter einer Druckpunktbehandlung unterzogen. Die Wunde am Bein beginnt langsam besser auszusehen.
Friday, August 26. 2011
Dienstag 03.08.2010 07:10 MESZ 08:10 OESZ
Gesten fuhren wir insgesamt 54 Kilometer. Davon rund 20 den Berg hoch, 20 den Berg runter und dann noch die Suche nach dem Schlafplatz.
Eine Pension für 10€/Nacht war Magda zu teuer. Ich fand einen geeigneten Platz an einem kleine Bach. Rund 200 Meter schoben wir die Räder den Fluß hinauf und konnten dann gut campen.
Heute morgen stellte sich heraus, dass der Platz ideal war. Durch eine leichte Brise bildete sich kein Kondenswasser im Zelt. Schon nach 54 Minuten konnten wir losfahren.
Thursday, August 25. 2011
Montag 02.08.2010 16:21 MESZ 17:21 OESZ Tageskilometer: 54,06
Wir haben endlich im Skidorf hinter dem Berg ein Restaurant gefunden in dem wir was zu essen bekommen. Im Ersten wurden wir nach der Bierbestellung nicht mehr bedient, das Zweite hatte zu bzw. nur für den Besitzer geöffnet und im Dritten sprach man endlich auch englisch und bediente uns.
Die Höchstgeschwindigkeit Berg runter mit dem Rad betrug: 66 km/h
Wednesday, August 24. 2011
Montag 02.08.2010 13:16 MESZ 14:16 OESZ Tageskilometer: 19,2
Geschafft! Ich stehe nach anstrengenden 2 Stunden und 15 MinutenFahrzeit auf 2200 Metern und genieße die Aussicht. Doch die war hart erkämpft. Wer von uns hätte gedacht, dass der Berg bzw. die Straße zwischendurch nochmal um 180 Höhenmeter hinunter geht?
Na auch das letzte Stück ist geschafft. Jetzt freue ich mich auf etwas warmes zu essen. Berghoch gabs nur Kekse und Gummitiere.
Tuesday, August 23. 2011
Montag 02.08.2010 08:45 MESZ 09:45 OESZ Tageskilometer: 43,08 (gestern)
Der Pass mit 1575 Metern ist geschafft. Unten war er wie ein Spaßbad. Überall platscherte Wasser über die Straße, links ein Fluß, von den überhängenden Felsen tropfte es. Die Füße waren ständig nass. Weiter oben wurde es dann trockener. Zum Glück denn es wurde kalt und ich wechselte die Sandalen gegen Schuhe.
Kurz nach dem Mittagessen trafen wir noch einen jungen spanischen Wanderer, den ich zwei meiner Kartenkopien schenkte, da er keine Karte vor Ort bekommen hatte. Am Berg traf ich noch ein paar Polen auch auf Rumänientour mit dem Rad.
Unseren Campingplatz fanden wir dann am Lagerplatz einiger Straßenbauarbeiter. Dort halten wir mit ein festgefahrenes Auto aus seiner misslichen Lage zu schieben. Der Fahrer telefonierte dabei permanent und schien uns überhaupt nicht wahrzunehmen. Dank gabs jedenfalls nicht von ihm sondern von seinem Kollegen der auch geschoben hatte.
Heute gehts dann auf den Pass mit ca. 2200 Metern. Auf gehts!
Monday, August 22. 2011
Sonntag 01.08.2010 13:34 Uhr MESZ 14:34 OESZ
Es hat aufgehört zu regnen. Eine Höhle haben wir heute schon besucht. Sie war in keinem schönen Zustand aber man konnte ein paar gute Fotos machen.
Jetzt gibt es erst mal Mittagessen in Petrosani.
Sunday, August 21. 2011
Sonntag 01.08.2010 08:45 MESZ 09:45 OESZ
Der Tag beginnt mit Regen, schon wieder. Auch zwei Stunden länger schlafen ändern daran nichts.
Trotzdem soll heute der erste Pass angegenagen werden.
Mein Fußknöchel ist durch 3 Mückenstiche stark geschwollen.
Saturday, August 20. 2011
Samstag 31.07.2010 21:31 MESZ 22:31 OESZ Tageskilometer: 75,38
Die Hauptstraße war sehr gut ausgebaut und sehr breit. Gut zu fahren mit ganz wenigen LKWs. Unterwegs gabs noch eine kleine Eispause, dann weiter bis Banita. Dort war dann ein Campingplatz ausgeschildert.
Ein riesiges Schild für eine kleine Pension bei der man hätte auf dem Hof campen können. Lieber doch das Zimmer mit den 2 Betten. Es ist einigermaßen erträglich, die Küche aber eklig.
Das Bad hat nicht mal ein Fenster, nur einen Mauerdurchbruch. Ich schlafe lieber im Seideninlett.
Magda und Andreas haben ein viel zu kurzes Bettlacken mit Stockflecken bekommen. Na dann: Gute Nacht!
Friday, August 19. 2011
Samstag 31.07.2010 13:37 Uhr MESZ, 14:37 Uhr OESZ
Heute sind wir gut in den Tag gestartet. Die Musik auf dem Campingplatz ging um 11 aus und wir konnten schlafen. Dann sind wir weiter entlang des Stausees gefahren, Völlig falsch wie sich herausstellte. Also nochmal zurück bis zum Campingplatz. Die Abzweigung war direkt dort. Sah aus wie ein Feldweg. 15 Kilometer warm fahren, naja dafür kam gleich ein schöner Berg/Anstieg. Auch im nächsten Dorf verfuhren wir uns.
Nachdem zwei Wege aus dem Dorf im Wasser oder im Schlamm endeten, erfuhren wir, dass wir auf dem Berg die Abzweigung hätten nehmen müssen. Also wieder hinauf und dort einen Weg durch die Felder. Dies war meist nur eine Andeutung von Weg in Feld und Wiese. Das Wasser ging uns dann auch zur Neige.
Nach ein paar Kilometern erreichten wir aber endlich unser angepeiltes Dorf. Das Magazin Mix hatte aber Mittagspause und so kauften wir Fanta und Apa (Wasser) in dem Magazin ABC, welches eine Bar ist. ABC steht wohl für Alkohol, Bier, Cigarettes...
Dann ging es wieder weiter und wir erreichten Hateg, wo wir grad Pizza essen.
50 Kilometer sollen noch folgen und das auf einer nicht zum vermeidenden Hauptstraße.
Thursday, August 18. 2011
Freitag 30.07.2010 22:23 Uhr MESZ 23:23 Uhr OESZ Tageskilometer: 78,94
Heute waren wir die Innenstadt von Deva zur besichtigen. Wir mussten zum Glück nur ein paar Kilometer auf der Hauptstraße fahren. Dort war echt viel Verkehr. Ein LKW überholte mich und ich musste abbremsen um nicht zwischen einer Straßenbegrenzung und dem LKW zerquetscht zu werden. Ich glaube allerdings ein Bulgarisches Kennzeichen gesehen zu haben. Wir versuchen immer die Hauptstraßen wegen des starken Verkehrs zu meiden. Leider klappt das nicht immer oder es ist wirklich umständlich, 30 statt nur 5 Kilometer.
So auch zu nächsten Stadt (Hunedora), in der ein Schloss (Castelul Corvinilor) zur Besichtigung stand. Der Weg durch diese Stadt zum Schloss war aber alles andere als ausgewiesen. Wir fuhren einige Umwege bis wir hinfanden. Ganz toll war das auf den Ampeln der Stadt jeweils in der gelben LED_Matrix die Sekunden die noch grün oder die rot sind angezeigt wurden. Das wünsche ich mir auch für zu Hause. Auch die Fußgängerampeln haben das angezeigt.
Die Burg war echt nett und gut erhalten. Wir konnten die Räder im Burghof abstellen und als Eintrittskarte gabs Postkarten. --> Gute Idee. Wie am Kölner Dom wird auch hier ein Teil nach dem anderen erneuert. Die wenigen Infotafeln waren auch in Englisch aber knapp gehalten. Ich kaufe auch noch zwei Postkarten im Souvenirladen. Dieser empfahl uns auch gleich einen Campingplatz, auf dem wir jetzt sind. Sie wollten sogar mit dem Auto vorfahren und uns den Weg aus der Stadt zeigen. Sehr freundlich, wir lehnten aber ab. Der Platz liegt an einem Stausee und bis um 23 Uhr wurde laute Musik gespielt die jetzt aber verstummt ist. Magda hat sofort Polen in den Zeltnachbarn erkannt und Kontakte geknüpft. Wir tranken ein Bier zusammen mit ihnen. (Ergänzung: Magda hat das Polnisch für uns ins Deutsche übersetzt aber nicht immer, oft auch wieder ins Polnische. Was Andreas und mich sowie auch Magda dann verwunderte da wir nichts verstanden. Lustigerweise hat Magda eben beim Übersetzen unabsichtlich nicht zurück ins Deutsche geschaltet.) Im See will ich an der Stelle hier nicht baden gehen. Zu deckig und das Wasser ist zu trüb.
Morgen verabschieden wir uns von der Ebene und fahren in die Berge. Auf die Pässe, fertig, los!
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