Mar 25

Die Radtour führte Andreas, Fabian und mich von Eberbach im Odenwald entlang der Enz, der Nahgold und der Neckar nach Stuttgart. Insgesamt schliefen wir auf drei verschieden Campingplätzen. Der erste Tag begann milde mit ca. 60 Kilometern, ca. 80 waren es am zweiten Tag. Der dritte Tag, an dem es fast die ganze Zeit über regnete, schlug mit ca. 90 km zu Buche und der letzte Tag mit strapaziösen 133 Kilometern auf dem Fahrradsattel. Eberbach war gleichzeitig Anfangs- und Endpunkt der Tour. Von hier aus ging es mit der Bahn durch den Odenwald zwei Stunden zurück nach Frankfurt. Dank dem Semesterticket, ohne zusätzliche Kosten für Andreas und mich. Fabian musste 10€ für die Fahrt zahlen.

Das neue Zeit (Tatonka Alaska 3) ließ sich ausreichend schnell aufbauen und bot viel Platz. Mein Micra werde ich dafür aber nicht eintauschen.

Ich hatte mir vorher extra einen Tacho gekauft (Sigma BC 1009 STS) der auch anstandslos seinen Dienst versah. Daher kann ich hier mal meine Werte angeben.

Durchschnittliche Geschwindigkeit: 18,72 Km/h
Maximal Geschwindigkeit: 59,56 Km/h
Gesamtfahrzeit: 20h:38m
Gesamtkilometer: 386 Km

Fazit: Die Tour war gut und ausreichend warm, leider etwas zu früh da ein paar Campingplätze erst am 1. April öffnen und wir daher bei einem nicht unter kamen. Außerdem ist der Rasen der Campingplätze noch nicht so toll. Auf dem ersten hatte er diese Bezeichnung auch nicht verdient da es sich dort um eine durchgängige Moosschicht handelte. Die Zelt, zumindest meins, wurden daher etwas dreckiger als sonst gewohnt.

Posted by Martin

Mar 15

An der Scheibenbremse meines Fahrrades war schon länger die Schraube, welche die Bremsklötzer hält, rund. Ich habe bei einem Abbauversuch letztes Jahr etwas zu wenig Sorgfalt walten lassen. Dadurch ließ sie sich nun nicht mehr hinaus drehen. Bisher benötigte ich noch keinen Wechsel. Da jetzt aber bald (dises Wochenende) die Radtouren losgehen, schadet es nicht das auch nochmal im Ordnung zu bringen.  Beim Radladen hier bei mir um die Ecke, stieß ich schnell auf fähige Hilfe. Nach einiger Recherche bestellten wir eine Schraube einer Schimanoscheibenbremse als Ersatzteil. Erstmal nur eine, falls sie nicht passt. Die Neue ist aus Stahl, nicht aus Aluminium wie die Alte. Heute war ich da und hab Sie gekauft und eingebaut. Allerdings erstmal am Vorderrad. Dort ließ sich die alte Schraube entfernen und die Neue einwandfrei einsetzen. Damit wäre das erledigt und ich konnte eine Zweite bestellen. Nur wie bekomme ich die alte, runde Schraube ausgebaut? Der Händler versprach mir weiter zu helfen. Einfacher gesagt als getan. Er fräste einen Schlitz in den verbliebenen Schraubenkopf und konnte dann mit einem Schlitzschraubendreher ansetzen. Das ging zwar aber drehen ließ sich die Schraube immer noch nicht. Auch nicht mit WD-40. (Vorsicht, nicht an die Bremsklötzer kommen lassen.) Erst als zufällig ein alter Bekannter von ihm vorbei kam und sich die Sache mit ansah, konnte meiner Scheibenbremse weiter geholfen werden. Mit einem kleinen Dorn und einem Hammer, konnte dieser tatsächlich einen Ansatzpunkt an dem Schraubenkopf finden und sie die entscheidenden Millimeter bewegen. Ich konnte derweil nur untätig herumstehen und Angst um mein Rad haben. Innerlich kalkulierte ich schon durch wie teuer mich eine neue Scheibenbremse fürs Hinterrad kommen würde. Erleichternd als sie sie dann doch löste. Sofort wurde sie gegen die neu Schraube aus Stahl ausgetauscht. Die mit viel Schmierfett und dem Spruch: "Wer gut schmiert, der gut fährt!" eingesetzt wurde. Ich war glücklich. Zu einem Schnäppchenpreis von "5€ für die Kaffeekasse" was das Problem aus der Welt geschafft.

Nebenbei durfte ich auch noch einen Rennradrahmen aus Titan für ca. 1800€ anschauen. Wow, die Schweißnähte meines Alurahmens sind dagegen Kinderkram. Der war erstklassig verarbeitet. 

Posted by Martin

Oct 25
Gerade eben war die Zeitumstellung. Die hatte ich vergessen. Es verwirrt schon etwas wenn man mit nem Kumpel vereinbart hat das er um 3 Uhr losfährt um mich abzuholen. Meinte er das jetzt nach neuer oder alter Zeit? Offenbar nach alter Zeit, gerade kam der "Fahre-jetzt-los-Anklingler" per Handy. :-) Ok, Ubuntu hat schon die neue Zeit, Android auch, beide automatsich. Also noch das K810i umstellen und die Uhren in der WG. Los gehts.

Posted by Martin

Aug 26
Montag Nachmittag habe ich mit meinem Vormieter Stephan das Zimmer gestrichen. Die Kosten für Farbe und Zubehör habe ich erstmal übernommen weil er kein Geld dabei hatte. Das Zimmer hat nun einen ganz leichten Stich ins Braune kein Ocker, eher Sandfarbend. Wir strichen bis 11 Uhr abends daran. Einmal komplett mit weiß und dann mit der richtigen Farbe. So bekammen wir die dunkelbraunen Flächen, Streifen und Mona Lisa gut weg. Dienstag war dann die Zimmerübergabe an den Vermieter. Ich hatte mit Stephan ausgemacht, das jeder die hälfte der Renovierungskosten zu tagen hat. Das waren 35€ für ihn. In der Zeit wo ich mit dem Vermieter die Übergabe des Zimmers an mich durchführte wollte er das Geld von der Bank holen. Nichts geschah, er kam nicht mehr wieder. So ein Arsch! Ich habe heute online eine Anzeige bei der Hessischen Polizei gestellt. Mal sehen was dabei rauskommt. So schnell werde ich wohl keinem fremden Menschen mehr etwas vorschießen. Da das Zimmer noch nicht perfekt war strich ich es mit der maßgeblichen Hilfe von Andreas nochmals an einigen zentralen Stellen über. Danke Andreas. Da sind zwar noch einige Sachen an dunklen Stellen die sind nicht so toll geworden aber wir hatten dann die Schnauze voll. Fenster putzen, saugen und wischen des Fußbodens sowie Müll rausbringen waren dann die weiteren Tätigkeiten. Dabei leerte ich auch die Papier und Flaschensammlung der übrigen WG. Ein paar Euros gabs für die paar Flaschen und zwo Kästen immerhin. Das Zimmer ist nun soweit das ich einziehen kann. Schlüssel für die Wohnung habe ich auch, jetzt gehts in der alten Wohnung weiter. Da werde ich mich jetzt mal ransetzen.

Posted by Martin

Aug 20
Morgens um Sechs fuhren wir von Jablunkov erst einmal Richtung Grenze. Da wir Hunger hatten kehrten wir beim ersten Bäcker ein, leider hatten wir keine Kronen und so machte der Laden keine Geschäfte mit uns. Nun gut es waren nur ein paar Kilometer und ein kleiner Berg bis zur slowakischen Grenze. Dort deckten sich Andreas und Magda mit Straßenkarten ein. Andreas wollte ja Kopien mitnehmen, hatte sie aber vergessen zu kopieren. An der nächsten Tankstelle bekamen wir dann auch endlich was zu essen. Ein fertiges, angepacktes Baguette das, wenn man das pappige Brot ignoriert, gar nicht mal schlecht schmeckte. Dazu gabs Kaffee aus dem Automaten. Nächster Punkt der Reise war dann Zilina. Dort besichtigten wir kurz die Innenstadt mit dem Rad und kauften Proviant ein. Zilina hat eine hübsche Innenstadt und ne schöne weiße Kirche. Alles sieht relativ neu aus. Den ersten Campingplatz steuerten wir in der nähe von Varin an. Das ist ein sehr idyllisch gelegener Campingplatz mit sehr neuen, sauberen und gepflegten Duschen inkl. Küche mit Gaskochplatten. Da nutzen wir natürlich aus und kochten Kaffee, Tee und Nudeln. Später schauten wir dann noch in der Kneipe des Platzes vorbei wo Andreas mir unbedingt einen Palatschinken zeigen musste. Sehr süß diese Abart des heimischen Eierkuchen. Es wurde ein lustiger erster Abend in der Slowakei. Am nächsten Tag ging es erstmal eine weile auf der Hauptstraße weiter. Viele LKWs, Autos und wenig Platz für Fahrräder. Teilweise fuhren wir im Straßengraben (der meist nur eine Rinne aus Steinplatten ist). Trotzdem wurden wir ein Verkehrshindernis. Wir waren echt früh in Martin anzukommen. Ein obligatorischer Stopp am Ortsschild der Stadt und ein Fotoshooting mit mir war Pflicht. Ich bin mal gespannt auf die Bilder von Magda und Andreas. In Martin hatten wir dann die erste größere Pause im Tesco und in der Innenstadt. Sehr schöner kleiner Ort. Die Tesco Supermärkte sind übrigens stets für eine Rast gut. Saubere Toiletten, Klimaanlage und ein riesiges, umfassendes Warenangebot sind dabei die wichtigsten Punkte. Die Reise führte uns dann bis Necpaly wo es nach dem Dorf einen Berg gibt an dessen Straße ein 12% Schild steht. Dieser Berg hatte es in sich. Die Slowaken scheinen Anstiege und Gefälle erst ab 12% mit einem Schild zu versehen. Jedenfalls entdecke ich die ganze Reise über keins mit 9 oder 10%. Die 12% bei diesem Berg bedeuteten wahrscheinlich auch 12% und mehr möglich. Jedenfalls war der Berg die erste knackige Herausforderung. Nach wenigen Metern den Berg hoch fing ich schwer an zu atmen. Ich habs aber nach oben geschafft (schieben wäre noch schwieriger gewesen) und wurde mit einer schönen Aussicht belohnt.  Nach einer dringend notwendigen Erholungspause ging es dann weiter und auch im rasendem Tempo wieder den Berg runter. Alle folgenden Berge hatte ihren schrecken verloren. Ich kann mich dafür zwar noch immer nicht so zu begeistern wie der Andreas aber über blöde Berge meckern werde ich jetzt auch nicht mehr. Sie gehören einfach zur Tour dazu. In Blatnica kehrten wir in den örtlichen Potraviny ein und füllten unsere Vorräte an Wasser und Gummitieren wieder auf. Potravini nennt man die kleinen Lebensmittelläden in den Dörfern und Städten. Leute aus der DDR werden das ganze besser unter den Namen Konsum kennen. Das auffüllen war wichtig, da Andreas uns noch einen schönen langen und hohen Berg versprach. Der kann dann auch. Es dauert eine kleine Ewigkeit bis wir oben waren. Es war auch anstrengend aber kein Vergleich mit dem kleinen 12%er früher am Tag. Nach einer kleinen Verschnaufpause auf dem Parkplatz in der Nähe der Bergkuppe ging es dann sehr schnell Berg runter. Bei diesem Aufstieg begann Magdas Knie zu schmerzen und es sollte nicht an diesem Tag nicht mehr besser werden. Bis nach Banská Bystrica brauchen wir kaum noch in die Pedale zu treten. Wir besuchten den örtlichen Lidl und versorgten uns mit unserem Abendessen (Nudeln mit Pesto). Da wir für den Aufstieg relativ lange brauchten und viele Kilometer am Tag gefahren sind war es bereits sehr spät. Den Lidl haben wir Punkt 20 Uhr verlassen. Es wurde langsam etwas kalt. Eigentlich brauchten wir nun nur noch den Campingplatz finden. Doch der lang etwas weiter außerhalb als gedacht und Magdas Knie behinderte das zügige fahren. Kurz bevor es Dunkel würde erreichen wir den Platz, konnten Zelte aufbauen, kalt duschen(brrr) und im Dunkeln noch was essen. Wir waren alle sehr müde und ausgebrannt. Das Essen wurde hinein geschlungen und nichts wie ab ins Bett. Hoffentlich würde es morgen besser werden.

Posted by Martin

Aug 13

Ich habe fast die gesamte Zeit über mit meinem Holux M-241 GPS-Logger die Strecke aufgezeichnet auf der wir durch die Slowakei geradelt sind. Manchmal ist auch Bahnstrecke oder Gondelstrecke dabei, es sei mir verziehen. Was man trotzdem ganz gut erkennen kann ist die Strecke die wir zurück gelegt haben und wie sie von der geplanten Strecke abweicht. 

geloggte Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=ehgrdjeucwgnrjag

geplante Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=euczakxmqxbukojz

Der Unterschied im letzten Teilabschnitt kommt daher, das wir keine Lust hatten nach zwei Tagen Regenwetter am dritten Tag rund 100 km mit dem Rad zu fahren. Wir fuhren also mit der Bahn das Stück von Dedinky nach Kosice. Das war eine gute Entscheidung, da es dort richtig sonnig war und auch blieb. Auch waren wir gezwungen umzuplanen, da die Campingplatz bei Pohorelá-Pohorelská Maša schon seit ein paar Jahren geschlossen war. Man konnte trotzdem noch drauf campen wenn man sich Wasser von den Anwohnern besorgte wie wir es taten. Die hatten auch schon die Wiese gemäht um Heu drauf zu machen. Also verlasst euch lieber nicht zu sehr auf die aktuellen Campingkarten, einige Plätze gibt es schon lange nicht mehr.

Posted by Martin

Aug 11

Mein Urlaub in der Slowakei fand ein erfolgreiches Ende. Ich bin gut wieder zu Hause angekommen nach 23h Bahnfahrt von Kosice aus.
Zwei Wochen lang Rad fahren, zelten und ein anderes Land erkunden, das hat schon Spaß gemacht. Im Nachhinein empfinde ich den Urlaub auch als etwas zu kurz. Nunja...die Arbeit rief und ich hatte eh schon wegen der Hochzeit von Tobias und Petra Minusstunden aufgebaut.

Ich werden wohl in Abschnitten berichten was so los war. Auf jeden Fall gilt mein Dank schon mal Andreas und Magda die mich zwei Wochen lang mitgenommen haben. ;-)

Posted by Martin

Jul 24

Es ist ja schon lange in Planung aber richtig was drüber geschieben habe ich nicht. Andreas, Magda und ich fahren diesen Samstag los in die Slowakei um dort zwei Wochen lang Rad zu fahren. Mit dem Wochenendticket gehts nach Tschechien und dann mit der Tschechischen Bahn in der Nacht bis an die Grenze zur Slowakei. Dort beginnt die Radtour die für mich schätzungsweise am 7. oder 8. August 2009 mit einer 24 stündigen Bahnfahrt von Košice nach Frankfurt zurück endet.  Andreas und Magda fahren noch zwei Wochen länger durch Polen. Dafür habe ich aber keinen Urlaub abzweigen können. Zumal ich dieses Jahr aufgrund meines Studiums nur 20 Tage habe. Ich freu mich drauf und bin schon fleißig am Sachen packen für diese Geschichte. Das wird meine erste große Radtour.

Hier mal die Strecke die Andreas geplant hat: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=euczakxmqxbukojz

Und der QR-Code dafür:

Die obligatorischen Bilder vom bepackten Rad dürfen natürlich nicht fehlen.

Posted by Martin

Jun 25

Das scheint eine der Standardtouren fürs Wochenende zu werden. Dieses mal gings von Frankfurt am Main entlang nach Miltenberg in Bayern. Von mir aus betrug eine Strecke rund 114 Kilometer. Mit dabei waren Markus und Andreas die sich schon am Vorabend der Tour bei mir einquartiert haben. So konnten wir schon um acht losfahren. Da haben wir auch gebraucht. Die Kondition von Markus war nicht so gut, das er die 20-25 km/h die Andreas und ich vorgegeben haben mithalten konnte. Das lag auch u.a. daran, das sein Hinterrad etwas wenig Luftdruck hatte und auch stetig Luft verlor. Da es aber keinen dramatischen Luftverlust gab, entschieden wir uns gegen das flicken des Schlauches. Wir führen unterwegs dann zwei mal an die Tankstelle und pumpten Luft nach und warteten immer mal wieder auf Markus. 

Nachmittags um vier waren wir dann in Miltenberg. Anmelden, Zelt aufbauen, duschen und dann gings einkaufen. Natürlich hatten wir alle richtig Knast und kaufen mal eben für einen Abend und einen Morgen Lebensmittel für rund 30 Euro ein. Dazu gab es noch ein leckeres Kugeleis. Nach dem durchaus üppigem Essen beschlossen wir noch etwa mit der Frisbee von Markus zu spielen. Das klappte so lange recht gut bis sie dann in einem nahe gelegenen Baum landete. Die Versuche sie wieder aus dem Baum zu befreien dauerten länger als wir mit der Frisbee gespielt hatten. Markus fand dann einen langen Ast und konnte sie letztendlich befreien. Die Versuche mit dem gepackten Schlafsack und der Wasserflasche waren nicht ganz so effektiv. Der Markus hatte aber auch noch einen Bumerang dabei den ich kurz danach hinaus holte und mit der Hoffnung auf weitere lustige Unterhaltung wen das Ding im Baum landet. Das dauerte dann auch nicht lange und der Markus pfefferte ihn eigenhändig in den Baum. Diesmal half auch kein Ast, da er etwas höher im Baum gelandet ist. Die Wasserflasche wurde dann umgehend immer und immer wieder in den Baum geworfen. Das brachte aber kaum etwas. Ich habe eine gute 3/4 Stunde den Andreas und Markus beim Wasserflaschen in den Baum werfen zugeschaut und gut gelacht. Dann kam Markus auf die Idee eine lange Schnur an der Flaschen zu befestigen und so an dem Ast des Baumes direkt manipulieren zu können. Also 4 Zeltschnüre zusammengebunden und die Flasche geworfen. Gleich beim ersten Wurf verfing sich die Flasche mit Seil an dem Ast an dem der Bumerang hing. Nach ein paar mal kräftig ziehen viel der Bumerang dann zu Boden. Frisbee und Bumerang wurden dann von Markus sofort eingepackt.

Am nächsten Morgen gabs dann ein gemütliches Frühstück. Nachdem wir alles eingepackt hatten gings dann auf die Rücktour. Bis Aschaffenburg war das Wetter noch relativ gut. In Aschaffenburg stieg Markus dann in den Zug und fuhr so mit der Bahn heim. Keine schlechte Idee da es Wolkenbruchartig zu regnen begonnen hatte. Andreas überließ mir die Wahl zwischen weiterfahren oder in den Zug steigen. Da ich meine Regensachen ausprobieren wollte fuhren wir natürlich bei strömenden Regen weiter. Nach 10 Kilometern hörte der Regen dann auch auf, trotzdem sahen unsere Räder und Sachen aus wie sau. Über und über mit Schlamm bespritzt, so muss es sein. Nach 10 weiteren Kilometern war der Weg wieder so trocken, dass wir die Regensachen ausziehen konnten. Unterbrochen von kleinen Pausen ging es dann die restliche Strecke bis Frankfurt. Dort fing es dann wieder an zu regnen und wir fuhren daher das letzte Stück mit der S-Bahn. Über 200 Kilometer in zwei Tagen geradelt und nur die Beine waren die nächsten Tage nur etwas müde. Es gab aber keinen Muskelkater.

Hier die Bilder.

Posted by Martin

May 6

Am Montag Abend haben mich Tim und Schwatter auf ihren Weg in die USA überfallen. Dienstag früh ging ihr Flug in die Staaten also wollten sie die Nacht bei mir verbringen. Kein Problem! Schwatter hatte mich ja eine Woche vorher informiert. Dabei hätte er fast noch den Flug verpasst. Als ich ihm Donnerstag Abend anrief und wissen wollte wann er denn hier aufschlagen wolle war er der festen Überzeugung am Mittwoch und nicht am Dienstag zu fliegen. Unglaublich, immer diese verplanten Studenten. Er ließ sich aber noch vom Gegenteil überzeugen. Sandra entschloss sich auch kurzfristig vorbei zuschauen so das es eine lustige Runde wurde. 10 vor 10 Besorgte Tim dann noch zwo Sixpacks und es wurde eine richtige, kleine, ausgelassene Party mit Bier, Pizza und guten Freunden.

Gerade habe ich mit Tim und Schwatter via ICQ gechattet. Sie sind gut angekommen in Atlanta und es regnet. Nicht viel besser als hier das Wetter. Einen Monat lang bleiben sie dort, ich wünsch ihnen viel Spaß.

Posted by Martin

May 6

So, die Radtour in Nordhessen um den ersten Mai rum ist auch geschafft. Mit dem Zug gings von Frankfurt nach Kassel, dann zum Kaffee zu Andreas seinen Eltern und vor dort aus nach Eschwege zur ersten Übernachtung. Etwas zu lange beim Kaffee getrödelt, trafen wir dann um 21 Uhr dort auf dem Campingplatz ein. Zelt aufbauen, duschen und dann ab in den Schlafsack. Am nächsten Tag schön am Baggerseeufer frühstücken, den Nebel beim verschwinden beobachten und dann fertig machen zur Weiterfahrt. Wir sind dann gemütlich die paar (ca. 80) Kilometer bis nach Hannoversch Münden gefahren und kampierten dann dort auf dem örtlichen Campingplatz. Endlich verdient so ein Platz auch mal seinen Namen. Viel, saftig grünes Gras und sehr viele andere Leute mit Zelt waren dort. Natürlich gabs auch Wohnwaren aber keine Dauercamper. Liegt wohl daran, dass der Platz relativ klein auf einer Insel mitten im Fluss liegt. Ein Traum für Andreas der am liebsten die Hälfte der aufgebauten Zelte mitgenommen hätte. Waren ein paar schicke dabei. Leider ging der Plan von Andreas auch hier nicht auf sein neues Tarp (eine Art dreieckiges Sonnensegel) aufzustellen. Hätte er sich doch mal eine Stange dafür gekauft. So wollte niemand einen Stock aus dem Wald holen. Wir hatten aber trotzdem einen gemütlichen Abend. Lediglich Lena wollte sich nicht zu uns gesellen obwohl sie die ganze Radtour dabei war. Viel leicht hatte sie einfach etwas Berührungsängste mit uns zwo Kerlen die sie erst in Frankfurt bei der Abfahrt kennen gelernt hatte. Oder sie war einfach nur von der Radtour geschafft. Am nächsten morgen ging es dann wieder zurück nach Kassel. Dort angekommen gab es erstmal eine kurze Sighseeingtour und anschließend einen leckeren Döner. Beim Essen konnten wir eine Menge merkwürdiger Leute beobachten. Ich glaub Kassel is nix für mich. ;-)

Wir waren kaum mit dem Essen fertig als es anfing zu regnen. Wir wurden auf der kurzen Fahrt zum Bahnhof patschnass. "Regensachen braucht an für die kurze Strecke doch nicht..." Ich verabschiedete mich dann von Lena (die von ihren Eltern abgeholt wurde!), Magda und Andreas am Bahnhof und fuhr mit dem Fahrrad heim. Um kurz nach 18 Uhr war ich dann zu Hause.

Die Bilder gibs hier.


Posted by Martin

Apr 29

Es ist vollbracht. Wir haben es tatsächlich geschafft in zwo Tagen 200 km mit dem Rad zurückzulegen. Einmal am Main entlang zum Rhein, bis zur Loreley und dann über Koblenz entlang der Lahn bis nach Dietz. Mit der Bahn gings dann zurück nach Frankfurt. Ursprünglich aus einer Idee von Katrin und Kathrin zu einer Tagestour entstanden wurde sie so umgebastelt, das ein Teil der Leute auch 2 Tage fahren konnten. Die Tagestour in dieser Zwotagestour ging nur von Mainz an die Loreley (für Schwangere nur nach Bingen).

Sonnabend früh um 8 war Andreas bei mir und wir fuhren dann Fabian abholen. Zur dritt fuhren wir dann am Main entlang nach Mainz und trafen dort die Mädels. Kathrin fur mit dem Zug nach Mainz und radelte erst ab dort los. Sandra und Katrin wohnen ja eh dort. Immer am Rhein entlang ging es dann bis nach Rüdesheim. Unterwegs mussten wir dann etwas länger halten, da Fabians Rad einen Platten durch eine kleine Scherbe hatte. In Rüdesheim gings dann über die Fähre nach Bingen und dort in den Biergarten etwas essen. Nachdem alle gestärkt waren, verabschiedete sich die Sandra und fuhr zu ihrem Vater in Bingen um sich dort abholen zu lassen. Der Rest der Gruppe fuhr nun an der anderen Rheinseite bis nach St. Goar und damit an die Loreley. Unterwegs muss ich zwo Mal anhalten, da meine Sattelstütze offenbar zu gut geschmiert war und mit der Zeit immer mehr in den Rahmen einsank, so das die Sattelposition sich ungünstig nach unten verschob. Einmal mit nem Lappen abwischen beseitigte das Problem. Der Campingplatz in St. Goar hat direkten Blick auf den "Loreleyfelsen". Der Empfang dort war freundlich nur jedes Zelt musste extra angemeldet werden unter Angabe der Farbe. Das Verwaltungsprogramm ließ nichts anderes zu. lol Nachdem der Platz ausgesucht und die Zelte aufgebaut waren verbrachten wir einen lustigen aber kurzen Abend. Katrin verließ uns hier und fuhr mit dem Zug zurück nach Mainz. Der Kilometerzähler zeige 98 Kilometer für diesen Tag.

Sonntag früh gabs nach dem Aufstehen erstmal Kaffee und Brötchen mit Erdnussbutter. Nachdem alle Ihre Sachen gepackt hatten konnten wir dann gegen 11, halb 12 Uhr losfahren. Mit kleinen Pausen gings dann weiter nach Koblenz. Andreas wollte sich das Deutsche Eck genauer ansehen. Eine kleine Orientierungslosigkeit trennte uns auf den letzte Kilometern von Andreas. Wir trafen ihn dann aber fröhlich Fotografierend am Eck wieder. Nach einer kurzen Pause gings dann über eine Brücke auf die andere Rheinseite und dort bis zur Einmündung der Lahn in den Rhein. Von da an fuhren wir entlang des Lahn-Radweges bis zum Kloster Arnstein. Der Radweg ist sehr idyllisch und gut ausgebaut. Fabian und Kathrin fuhren von Obernhof aus mit der Bahn zurück nach Frankfurt und Andreas und ich traten kräftig in die Pedalen um von Einbruch der Dunkelheit den Rest der Strecke zu schaffen. Die ersten paar Kilometer ging der Weg noch gerade und eben an der Lahn entlang die immer schmaler wurde. Irgendwann haben wir dann den Radweg aus den Augen verloren und fuhren auf der Straße bsi nach Dietz. Die letzten 10 Kilometer waren nur noch Quälerei. Drei Kilometer ging es die Straße entlang immer nur Bergauf. Kein Problem wenn man nicht schon den ganzen Tag über gefahren währe. Irgendwann hatte dann auch dieser Berg ein Ende und es ging meist Bergab bis nach Dietz. Das schnelle bergab fahren war ein schöner Ausgleich zur Quälerei den Berg hinauf. In Dietz gings dann mit der Bahn bis nach Limburg. Kurz umsteigen und dann mit einem anderen Zug bis nach Niedernhausen. Weiter mit der S-Bahn zurück nach Frankfurt. Die letzten Kilometer bis zur mri legte ich dann nochmal mit dem Rad zurück. Der Kilometerzähler zeigte bis Dietz rund 102 Kilometer plus die vier vom Bahnhof bis zu mir. Angekommen bin ich Abends um halb 10.

Eine schöne Tour, nur nächstes mal denke ich an die Radhose mit dem Polster.

Fotos gibs diesmal sogar mit Geotagging.

Posted by Martin

Apr 22

Die Osterradtour habe ich gut überstanden. War auch recht locker vom Tempo und von der täglichen Kilometerleistung. Das Wetter war bis auf den letzten morgen eigentlich immer sonnig und warm. Wir sind mit dem Zug von Frankfurt nach Koblenz und dann par Rad an der Mosel entlang. Weinberge über Weinberge und viele alte Burgen, Kirchen usw. kann man unterwegs sehen und es waren auch viele Leute unterwegs. Hier die Bilder: LINK

230 Kilometer in 4 Tagen, 3 mal im Zelt schlafen und dann von Trier über Koblenz und Mainz wieder nach Frankfurt zurück.

Man bekommt übrigens auf den Campingplätzen das Gefühl, das alle Welt sich einen Wohnwagen leisten kann um damit auf Tour zu gehen. Die Anzahl der Leute die ebenfalls im Zelt unterwegs hielt sich in Grenzen. Die Anzahl der Stellplätze für Zelte war lächerlich klein im Vergleich mit der Anzahl derer für Wohnwagen. Das Campen für 3 Leute mit 2 Zelten und 3 Fahrrädern kostete auf den ersten Zeltplatz 19,50€ auf den zweiten Platz nur 10€ und auf den dritten 23,50. Eine heiße Dusche ist das beste nach einer Tour doch die muss bezahlt werden. In diesem Fall 90 Cent für 5 Minuten auf dem ersten Platz, 50 Cent für 5 Minuten auf dem zwoten Platz und auf dem letzten Platz war das Duschen im Preis enthalten, dafür gab es ja den höheren Preis. Auf den ersten und dritten Campingplatz wurden wir nicht sonderlich freundlich behandelt, eher wie ein notwendiges Übel zum Geld verdienen. Der zweite Campingplatz war der kleinste und wurde von einer kleinen Imbisshütte aus geleitet. Erfrischend freundlicher Empfang und unkompliziert da kein Papierkram, bezahlt wurde auf Verhandlungsbasis. Die nette Frau Platzwartin meinte dazu nur: "Zahlt was ihr möchtet aber mehr als einen Euro." Wir wollten 15 Euro zahlen aber sie nahm nur 10 an. Der Platz war zwar klein aber super am Flussufer gelegen. Drei Meter vom Zelt entfernt hätte ich im Wasser der Mosel gestanden. Die Duschen und Toiletten waren auf allen drei Plätzen in Ordnung. Auf den letzten Platz konnte man nur 5 Minuten am Stück duschen und musste dann 4 Minuten warten. Warum auch immer die Camper dort derart schikaniert werden...keine Ahnung. Aber Andreas fand heraus, das man die Wartezeit am besten durch kurzes Öffnen der Tür umgeht. Auf den Plätzen habe wir so nichts unternommen: Ankommen, anmelden, Zelt aufbauen, duschen, zu Abend essen, schlafen, aufstehen, waschen, abmelden, weiter fahren. Überhaupt haben wir meist noch vor 10 abends an der Isomatte gehorcht und sind um 8 morgens aus den Daunen/Kunstfasern.

Die Fahrt mit dem Gepäck ging unkompliziert. Alles war gut gepackt, auf das nötigste reduziert und gleichmäßig verteilt. Meist fuhr Andreas oder ich vorne und Magda hinkte hinterher. Das war aber wohl auch schon so als Magda und Andreas in Tschechien unterwegs waren. Magda hatte sich auch darauf gefreut, das ich wohl nicht so schnell bin. Jedenfalls hatte Andreas das nach der letzten Radtour mit mir erzählt. Stimmt auch soweit, was aber ein neues Fahrrad nicht so alles ändert. :-D

Trotz der ganzen Weinberge und sehr vielen lokalen an denen wir vorbei kamen beschränkte sich der Alkoholkonsum bei mir auf 200ml Wein in einer Straußwirtschaft. Dort aßen wir am dritten Tag zu Mittag. Das war in Brauneberg. Sehr gute, leckere Gerichte die wir draußen im Hof umgeben von blühenden Bäumen verzehrten. Kann ich nur jedem weiterempfehlen. Eine Flasche ließ sich leider nicht mitnehmen, meine Barschaft war knapp und die Taschen ohnehin voll. Magda kaufte aber eine Flasche für ihre Familie.

In Kaimt muss es gewesen sein wo wir dann nochmal kurz einkaufen wollten. Leider lag das einzige Einkaufszentrum weit oben auf einem Berg. Zwo Straßen führten hinauf, eine kurze steile und eine längere weniger steile Straße. Wir nahmen natürlich die kurze Route 11% Steigung über drei Kilometer schreckt uns kein bisschen. Forderte mich aber uns alle sehr. So sehr, dass wir oben angekommen nicht mehr genau wussten was wir eigentlich genau kaufen wollten. Da wir aber alle Hunger hatten wurde sehr viel gekauft. Highlight war ein Topf mit Feige-irgendwas-Eis für alle.

Irgendwann kamen wir auch noch in Trier an und schauten uns im Schnelldurchlauf die zwei prominentesten Attraktionen an. Das Porta Nigra und den Dom. Es blieb sogar noch genügend Zeit für eine kleine Mahlzeit und ein Eis. Dann ging es mit dem Zug wieder Heim nach Frankfurt.

Hier noch ein Bild von allen drei Rädern am Ende der Tour:




Achja... Kaum wieder da, schon wieder weg: Diese Woche gehts schon wieder los. Bisher nur Andreas und ich aber mit einem größeren Ziel. 200 km in 2 Tagen. Von Frankfurt über Mainz nach St. Goar (Loreley). Dort wird dann eine Nacht gecampt, dann gehts bis Lahnstein (kurz vor Koblenz) und an der Lahn entlang nach Limburg. Vor dort fährt uns die Bahn nach Frankfurt. Zwei mal ca. 100 km, dürfte zu schaffen sein. Den Teil der Strecke von Mainz an die Loreley fahren wir mit ein paar mehr Leuten zusammen welche eine Tagestour unternehmen. Sollte also ganz entspannt zu bewältigen sein. :-)

Posted by Martin

Apr 8

Über Ostern ist es soweit. Die erste länge Radtour mit dem neuen Fahrrad steht an. (Ich muss echt mal einen Namen dafür finden!)
Es soll am Freitag mit der Bahn nach Koblenz gehen und von dort auch an der Mosel entlang. Es wird dann auf entsprechenden Campingplätzen übernachtet und am nächsten Tag weitergefahren. Änderungen werden spontan vorgeschlagen und durchgeführt. Es kommen mit die Magda und der Andreas. Gestern habe ich meine Sachen zusammengesucht und das Fahrrad schon mal probehalber beladen. Ergebnis: Ich habe noch Platz. Platz den wir sehr gut gebrauchen können. Da wir nur Sonnabend einkaufen können. Für Freitag nehmen wir etwas mit auf die Tour, gehen dann Sonnabend einkaufen und besorgen die Sachen für Sonntag und Montag. Das passt dann schon. Mehr sorgen mache ich mir um meinen Schlafsack bzw. um die Nachttemperaturen. Die liegen momentan noch bei 7 - 9°C, das ist laut Datenblatt des Schlafsackes schon nicht mehr so optimal. Ich werde daher einen 2. kleinere Schlafsack mitnehmen. Zusammen mit dem Seideninlett und Kleidung werde ich schon nicht frieren. Auch die sonstigen Sachen sind auf das Nötigste reduziert. Spielzeuge wie MP3-Player und ein Buch sind dabei auf der Strecke geblieben. Wozu auch? Wenn ich allein unterwegs währe macht das sicherlich Sinn aber so bin ich immer in Begleitung. Was ich noch überlegen muss ist ob ich eine Regenjacke, eine Windjacke und eine Softshelljacke mitnehme. Zumindest bei der Softshell überlege ich diese zu Hause zu lassen. Wenn allerdings abends die Temperaturen fallen, werde ich wohl froh sein sie dabei zu haben. Also kommen sie wohl alle drei mit. Etwas was mir noch ein paar Sorgen bereitet ist meine rechte Pedale. An dieser ist das Lager defekt. Es knackt bei jeder Umdrehung. Die Tour muss sie aber noch überstehen, bisher ist das Knacken die einzige Auswirkung. Viel leicht nehme ich aber dich lieber eine der alten Plastikpedalen als Ersatz mit. So oder so freue ich mich schon auf die Tour und hoffe mal ein paar Tage losgelöst von meinen alltäglichen Sorgen abschalten zu können.

Hier mein zur Probe gepacktes Fahrrad:




Posted by Martin

Mar 24

Habe gerade noch diesen Link hier gefunden: http://www.netzwelt.de/news/79645-kurzfilm-in-drei-schritten-zum.html

Ich bin begeistert und werde damit noch eine Weile rumspielen.
Hier das Video welches Lust auf mehr macht.

Funktioniert dank Flash auch unter Linux, wenn die Webcam mit Linux läuft. Sehr schöner Effekt, da freut man sich auf die Dinge die die Zukunft bringt.

Posted by Martin

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